Steel Wallets – Sicher vor Brand, Hochwasser und Scheidung

Steel Wallets sind das eiserne Pendant zum Paper-Wallet. Dabei handelt es sich um die Speicherung der notwendigen Schlüssel für ein Wallet bzw. einen Account auf einem nicht-digitalen Medium. Bei einem Paper-Wallet handelt es sich dabei um Papier, bei einem Steel Wallet um Metall – im besten Fall Titan oder Edelstahl.

Die Erstellung ist denkbar einfach. Es bedarf dazu eines Programms das mit sg. Mnemoic zurecht kommt. Dabei handelt es sich um eine Kette von Worten die man sich relativ leicht merken kann und die von dem Programm genutzt werden können um Private Key eines Wallets wieder herstellen zu können. Electrum ist ein solches Programm das es in verschiedenen Ausführungen für Bitcoin, Bitcoin Cash und Litecoin gibt. Eine Anleitung wie es für Paper-Wallets genutzt werden kann finden Sie hier: Electrum und Paper-Wallets.

Steel Wallets sind besser als Paper-Wallets

Der große Vorteil eines Steel Wallets ist seine widerstandsfähigkeit gegenüber eines Stück Papiers. Während Papier sowohl gegen Insekten, Hitze wie auch Feuchtigkeit empfindlich ist, ist Metal beinahe unempfindlich dagegen. Insekten sind im Normalfall für Stahl oder Alu keine Gefahr. Überflutungen, Hochwässer und übergehende Badewannen haben auch noch nie ein ordentliches Edelstahl- oder Alublech in den augenblicklichen Rosttod getrieben.

Bei Feuer und Hitze wird das Thema schon etwas komplizierter. Aluminium wird bei 500 Grad Celsius formbar. Ein Wohnungsbrand kann in Extremfällen über 1000 Grad Celsius entwickeln. In der Werkstoffprüfung wird die sg. Einheitstemperaturzeitkurve hergenommen um zu beurteilen wie hoch der Feuerwiderstand eines Bauteils bestimmt. Die deutsche Industrienorm schreibt die Klasse „Höchstfeuerbeständig“ so vor, dass der Bauteil 3 Stunden beflämmt wird und währendessen seine Funktionsfähigkeit behalten muss. Die verschiedenen Normvorschriften für feuerbeständige Tresore (zB. EN1047-1) sehen ähnlich aus. Ein Blick auf den ETK-Graphen zeigt uns bei einer Beflämmdauer von 3 Stunden eine Temperatur von über 1.000 Grad Celsius an.

In der Praxis bedeutet das, dass so gut wie jedes ordentliche Edelstahl-Steel-Wallet in die Klasse „Höchstfeuerbeständig“ hinein fällt. Praktisch kann es also vorkommen, dass das Haus einstürzt und das Wallet am Ende als verkohltes aber immer noch lesbares Stück Blech herausgezogen werden kann.

Steel Wallet Anbieter

Steel-Wallets sind ein spannendes Thema und dementsprechend gibt es bereits einige Anbieter zu dem Thema. Bulletproofbitcoin versucht einen guten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten an ein Steel-Wallet zu kommen. Kurz zusammenfassen lässt es sich so:

  • Anbieter für Wallets mit Ziffer-Blättchen um den Schlüssel selbst in das Wallet einzulegen. (zB. Cryptosteel)
  • Anbieter für gravierte Bitcoin-Karten (zB. Bitkee). Das besondere daran ist, dass nicht jede Art Key verwendet werden sollte denn der Dienstleister kennt den Key. Im Falle von Bitkee wird daher das Bitcoin Improvement Proposal BIP38 vorausgesetzt. Das bedeutet, dass zusätzlich zum Schlüssel noch ein 58 Zeichen langes Passwort benötigt wird. Wo das gespeichert wird ist allerdings wieder ein Problem.
  • Selbst bauen.

Steel Wallets selbst gemacht – Selbst ist der Krypto-Investor

Ein Steel-Wallet selber machen ist relativ einfach. Man bedarf dafür minimalem handwerklichen Geschick, ein wenig Zeit und Geduld sowie das nötige Material. Das Material ist dank Amazon sogar bequem von zuhause aus leicht aufzutreiben. Anbei eine kleine Liste von Partnerlinks die mir ein kleines Zubrot bescheren falls Sie nach einem Klick darauf auf Amazon kaufen.

  • Eine Unterlage für das Prägen, zB. ein geeignet starkes Vierkantholz (PL).
  • Handelsüblicher Hammer (PL)
  • Prägestempelset (PL)
  • Ein geeignetes Edelstahlblech (PL) (Achtung: Es gibt verschiedene Arten Edelstahllegierungen. Die detaillierten Daten dieses Stahls entnehmen Sie dem Datenblatt. Es gibt beständigere Arten Stahl und auch beständigere Arten Metall – allerdings weiß ich nicht wie gut sich diese prägen lassen.)

Das bedeutet, selbst wenn sie die nötige Unterlage und das Werkzeug kaufen, kommen Sie nur auf Kosten von ca. 27€ (exkl. Versand). Das teuerste daran ist die eigene Zeit, denn das Blech entsprechend zu prägen dauert seine Zeit.

Generell empfehle ich aber jedem Investor der bereits einige Euros investiert hat, seine Zeit oder sein Geld in eine Art Steel-Wallet zu investieren. In diesem Fall sind weder die Stunde Arbeitszeit noch die 100€ Zähneknirschen wert wie sie nur James Howells kennt.

Update in persönlicher Sache

Mir ist bewusst, dass es die letzten Wochen verdächtig ruhig hier war. Das hatte einen erfreulichen Grund: In meiner Familie gab es Nachwuchs.

Doch so kleine Säuglinge wollen versorgt, umhängt und pflegt werden und bedürfen insgesamt einer Menge Aufmerksamkeit. Als stolzer Vater ist es klar auf was bzw. wem mein Fokus hier liegt.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Das versprochene Gewinnspiel kommt, allerdings erst im Sommer. Ich habe gerade andere Prioritäten und bin im Moment schon mit der üblichen Taktung von einem Artikel pro Woche vollends ausgelastet.

Das heißt allerdings auch, dass mit Start dieser Woche dieser Zyklus wieder aufgenommen wird und jede Woche neuer Content kommen wird.

Qualität vor billigem Content

Mir ist es ein Anliegen im Krypto-Space eine positive Rolle zu spielen. Die Community der Kryptowährungen hat sich immer schon dadurch ausgezeichnet, dass zum einen Scammer und Get-Rich-Quick-Betrügerein versucht werden und zum anderen einige der vermutlich intelligentesten Informatiker, Kryptographen und Hacker arbeiten.

Ähnlich der letzten Gruppe möchte ich mit diesem Blog positives beitragen und versuche aus der Sicht eines Technikers verständlichen Content zu produzieren ohne bestimmte Währungen zu pumpen.

Content wie der über das TON Netzwerk von Telegram benötigen viel Recherchearbeit, Zeit zum Schreiben und Zeit zum Gestalten der Graphiken. Daher bedanke ich mich bei allen Lesern die mir in den letzten drei Wochen Dürreperiode treu geblieben sind.

Vielen Dank! Ich hoffe ich kann der Treue mit solchen Artikel gerecht werden.

Falls Sie anderen Content lesen möchten oder bestimmte Dinge vermissen, zögern Sie bitte nicht und schreiben Sie es in die Kommentare.

TON – Telegram Open Network – ein ausführliches Gerücht

Telegram Open Network, das sagenumwobene Blockchain-Projekt der Telegram-Schöpfer, geistert in Gerüchten und in der From von Whitepaper durch das Netz. Leider nicht nur so, sondern auch in der Form von Scam-ICOs wie Gram. Es ist also nicht klar, wie viel von den angeblichen Leak-Dokumenten zu halten ist. Ich habe mich durch das Technical Whitepaper gemüht und fasse es hier in diesem Artikel zusammen. Wenn es das „echte Ding“ ist, kommt eine eierlegende Wollmilchsau auf uns zu, die auch noch selbstständig den Mais anbaut.

Das Technical Whitepaper zeigt stolze 132 Seiten im PDF-Reader an. Es besteht aus technischen Beschreibungen die nicht 100% ins Detail gehen aber dennoch so weit, dass es nach einem glaubhaften Überblickdokument aussieht.

Der folgende Artikel fasst dieses Dokument zusammen. Daher kann und will ich keine Garantie für Vollständigkeit geben. Dem Sinn der Sache bleibt es geschuldigt, dass ich stark verkürze und auch auslasse. Details finden Sie im entsprechenden Whitepaper. Schmerzlich aber notwendig sind das Entfallen von Bag of Cells Algebra und Typtheorie hinter der virtuellen Maschine für Smart Contracts. Doch bereits die Einführung in diese Thematik würde den Rahmen sprengen.

TON Blockchain

Die TON-Blockchain ist eine Blockchain die auf mehrere Ebenen aufgeteilt ist. Auf oberster Ebene befindet sich die Masterchain. Diese enthält Meta-Informationen über die darunter liegenden Workingchains und Shardchains. Workingchains sind Blockchains in denen die Transaktionen Werte verschieben bzw. Smart Contracts steuern. Diese Workingchains sind dann wiederum in mehrere Splitter-Blockchains aufgeteilt. Eine Workingchain wird anhand der darin enthaltenen Accounts aufgeteilt. Die Änderungen betreffend der einen Gruppe von Accounts werden in den einen Splitter und betreffend der anderen Gruppe in einen zweiten Splitter geschrieben. Diese Splitter nennt man Shardchain.

Das spannende dabei ist, dass eine Workingchain nicht fest definiert ist. Es wird nur eine Schnittstelle definiert über die sie kompatibel zum restlichen System bleiben muss. Die Details sind nicht vorgegeben. Das bedeutet, dass eine Workingchain eine relativ simple Transfer-Blockchain wie Bitcoin sein könnte und eine andere eine komplexe Smart-Contract Blockchain. Daraus folgt, dass es theoretisch so viele Währungen wie Workingchains im TON-System geben kann. Der Lebenszyklus der Workingchain wird über Transaktionen in der Masterchain gesteuert.

Es ist nicht in Stein gemeißelt welche Workingchains es gibt. Daher können ständig alte Blockchains verschwinden und neue dazu kommen. Die endgültigen Zustände werden in der Masterchain gespeichert und können nicht verloren gehen. Es kann maximal 2^32 Workingchains gleichzeitig geben wobei jede Workingchain wiederum aus bis zu 2^60 Shardchains bestehen kann.

Mulitblockchains, 2-Blockchains und Struktur im Großen

Systeme die auf solche riesige Ausmaße ausgelegt sind, müssen auch bereits Fehlerbehandlung eingebacken haben. Einer dieser Mechanismen heißt in TON block blockchain bzw. 2-blockchain. Dabei werden einzelne Blöcke in der Masterchain sowie in der Shardchain als kleine Blockchains abgebildet.

Sollte sich eine einzelne Transaktion als ungültig herausstellen, muss nicht der ganze Block verworfen werden, sondern es kann in der Form eines block difference Updates, ein weiterer Block eingehängt werden der die ausgebesserte Version enthält.

In einer 2-Blockchain handelt es sich um eine Blockchains von Blockchains. Ein jeder Block ist dementsprechend als Blockchain modelliert um etwaige Updates abbilden zu können. Das ist praktisch wenn zB. zwei Soft-Forks vereint werden sollen.

Das heißt rein rechnerisch unterstützt das System bis zu 2^92 Blockchains – ohne die Blockchains anstatt simpler Blöcke einzurechnen. (2^92 wäre eine Zahl mit 27 Nullen!) Praktisch soll die Anzahl der Blockchains immer möglichst klein gehalten werden.

Das Whitepaper geht auch auf die so genannte Virtuelle Maschine im Hintergrund der Chains ein, der so genannten TVM. Unter virtueller Maschine kann man sich einen virtuellen Computer vorstellen, der über eine eigene Sprache programmiert werden kann. Diese Sprache ist darauf aufgebaut, Strukturen wie Listen oder azyklische, gerichtete Graphen zu modellieren. Theoretisch wäre es also möglich eine IOTA ähnliche Workingchain zu bauen.

Fischersmänner und die Rollen im TON-Netzwerk

Das TON-Netzwerk gibt nicht nur den PoS-Mechanismus vor, sondern auch bestimmte Rollen, die man zB. auch von Polkadot kennt. Nämlich Validator, Nominator, Fischermen und Collators.

Ein Validator übernimmt die Rolle des Miners. Das bedeutet, dieser überprüft die Transaktionen und Blöcke und erhält neue TON-Token zum Ausgleich.

Ein Nominator verleiht Glaubwürdigkeit in der From von Stake an Validatoren. Der Validator gibt dann zum Ausgleich einen Anteil an den erarbeiteten neuen Token an den Nominator zurück.

Betrügerein in der Kryptowelt sind leider keine Seltenheit. Deshalb enthält das Protokoll auch die Rolle des Fisherman. Dieser überprüft ähnlich wie ein Validator Transaktionen und Blöcke und falls er einen Fehler in der Berechnung des Validators findent, bekommt er eine Belohnung.

Der Collator sammelt Transaktionen und Blöcke für den Validator und übermittelt diesem diese Empfehlungen. Dementsprechend ist es die Aufgabe Blöcke für den Validator zu generieren.

Rollen im TON-Netzwerk

Die einzelnen Rollen sind noch weit detaillierter ausspezifiziert und es sind bereits Mechanismen zur Arbeitsteilung definiert. Das würde allerdings den Rahmen dieses Artikels sprengen.

TON Networking

Technisch funktioneren die meisten Systeme im Internet auf TCP/IP oder UDP/IP. Darauf bauen dann weitere Netzwerkprotokolle wie HTTP für Websites oder SMTP für den Mailversand auf. Ähnlich ist auch TON gestrickt und definiert auf den Schultertn von UDP/IP das ADNL bzw. den Abstract Datagram Network Layer. Diese kümmert sich um die Art wie Adressen im Netzwerk aussehen, wie Nachrichten versandt werden können aber auch Channels wie sie zB. für Side-Channels ala Lightning-Network im Bitcoin-Falle nötig sind. Das Protokoll kümmert sich auch darum wie sich die verschiedenen Netzwerkknoten in diesem globalen System finden.

Dafür wird TON DHT verwendet. DHT steht für Distributed Hash Table und bedeutet, dass sich ein großer Setzkasten auf das ganze Netz verteilt. Die einzelnen Kästchen enthalten wiederum Schlüssel die angeben wo die verschiedenen anderen Komponenten im Netz zu finden sind wie zB. Shardchains, Workingchains oder andere Netzwerkknoten für die Synchronisierung der Daten.

Innerhalb dieses riesigen Netzwerks mit potentiell 2^92 vielen Blockchains, ist es notwendig zu definieren, dass nur bestimmte Updates interessant für einen Validator im Netz ist. Daher ist es dank des ADNL-Protokolls auch möglich virtuelle Netze zu definieren die nur diese Bereiche abdecken – sg. Overlay Networks.

Overlay-Network in rot macht die Kommunikation einfacher da weniger Parteien angesprochen werden müssen.

Diese Overlay-Netzwerke können sowohl privat wie auch öffentlich sein und daher auch Zugangskontrollen implementieren.

TON Services and Applications

In der TON-Terminologie wird ein Unterschied zwischen einer Anwendung und einem Service gemacht. Eine Anwendung ist für Menschen und ein Service für Programme gedacht – zB. für Smart Contract Interaktionen.

Technisch werden sie gleich implementiert und nur durch den Anwendungsfall unterschieden. Dementsprechend werde ich im folgenden Anwendung und Service völlig gleichbedeutend verwenden. Eine spannendere Unterscheidung ist, wo sich die Anwendung befindet.

  • On-Chain Anwendungen speichern alle Daten in der Blockchain und verarbeiten sie auch auf der Blockchain.
  • Off-Chain Anwendungen befinden sich außerhalb der Blockchain und sind über Server die in das TON-Netzwerk eingegliedert sind verfügbar.
  • Mixed Anwendungen haben einen Teil auf der Blockchain und einen Teil auf den entsprechenden Servern liegen.

Spannend ist vor allem, dass von Anfang an ein verteilter Speicherdienst ala Dropbox geplant ist: TON Storage. Dabei werden die Referenzen zu den Daten auf der Blockchain gespeichert aber die eigentlichen Daten nicht.

Die Idee von Mixed Anwendungen ist es, sg. Fog Computing zu ermitteln. Dabei werden Teilprobleme ausgelagert und so auf einen Nebel von Dienstleistern verteilt die dann die Teillösungen zurück geben. Das würde dann zB. so aussehen, dass jemand die Steuerabrechnung für seine Smart-Contract-Einkünfte ausschreibt an einen Fog Service und dann ein entsprechender Dienstleister ihn annimmt und das Ergebnis errechnet.

Dementsprechend liegt ein großer Augenmerk auch darauf Service-Suchende und Service-Anbietende auf der Blockchain zusammen zu führen. Ob dies in der Praxis gelingt und damit den in der Informatik lang gehegten Traum von Serviceorientierter Architektur umzusetzen bleibt offen.

TON Payments

Die ganzen technischen Ausführungen könnten fast vergessen machen, dass es sich auch um ein Netzwerk mit einem Payment-Token handelt.

TON definiert Mechanismen um aus der einen Workingchain in die andere zu überweisen. Auch Payment Channels ala Lightning-Network sind vorgesehen. Besonders sind dabei vor allem die in die virtuelle Maschine für Smart Contracts eingebackenen Mechanismen um mittels Smart Contract Payment Channel zu erzeugen.

Fazit

Die Whitepaper erschlagen den Leser fast mit all den technischen Termini und Protokolldefinitionen. Einige Kritiker haben es Fun Fiction genannt und als feuchten Traum von Kryptoenthusiasten die alle Features die ihnen einfallen zusammen gewürfelt haben.

Mein persönliches Resümee aus der Lektüre ist vor allem dieses: Sollte sich das Whitepaper als authentisch herausstellen und diese eierlegende Wohlmilchsau tatsächlich die Bühne der Öffentlichkeit betreten, möchte ich auch ein Stück davon haben.

Quantencomputer – Fluch oder Segen für Kryptowährungen?

Häufig ist zu lesen, dass wegen Quantencomputer keine Verschlüsselung mehr sicher sein. Da Kryptowährungen vor allem auf solider Verschlüsselung basieren, stellt sich die Frage ob nicht die Quantencomputer-Hersteller von heute, die Bitcoin-Besitzer von morgen sind. Abseits der alten Klassiker gibt es auch schon einige Währungen die von sich behaupten Quantencomputer sicher zu sein, wie zB. IOTA und NEO. Heißt das, dass Bitcoin nicht mehr zu retten ist und man umsteigen sollte?

Ich meine nein, allerdings ist die ganze Problematik heikler als man denkt.

Quantencomputer – was ist das?

Ein Computer ist eine Allzweckrechenmaschine mit glorifizierten Ein- und Ausgabe. Egal ob es um World of Warcraft, Mining für Bitcoin oder Briefschreiben in Word geht, es läuft darauf hinaus, dass Bits hin und her geschoben werden und dafür nötige Berechnungen angestellt werden. Ein Quantencomputer ist konzeptionell das gleiche. Jedoch kann ein Quantencomputer durch spezielle physikalische Eigenschaften (Superpositionsprinzip und Quantenverschränkung) bestimmte Probleme performanter lösen.

Welche Probleme performanter gelöst werden können ist nicht abschließend geklärt. Allerdings wurde bereits für einige Probleme gezeigt, dass es mit Quantencomputer schneller geht als mit regulären Computern. Berühmt sind der Shor-Algorithmus und der Grover-Algorithmus. Der Shor-Algorithmus erlaubt es im Vergleich zu herkömmlichen Computern relativ schnell eine Primfaktorenzerlegung bei großen Zahlen durch zu führen. Die Verschlüsselungsalgorithmen wie sie zB. bei Bitcoin verwendet werden basieren auf diesem Prinzip: Ein Angreifer muss diese Primzahlen erraten können. Sind die Zahlen groß genug gewählt, kann ein gängiges 100€ Smartphone Daten so verschlüsseln, dass ein Supercomputer viele Hundert Jahre herumrechnen muss um die Verschlüsselung knacken zu können.

Wem das zu trocken und unverständlich klingt, dem kann ich dieses Erklärvideo für Quantenkryptographie empfehlen.

Das Video versucht Quantenkryptographie als Lösung des Problems zu präsentieren, das hat allerdings einen großen Denkfehler: Ich möchte, dass die Daten für fremde Augen unleserlich bleiben – auch nachdem ich sie von einem Computer zu einem anderen übertragen habe.

Primfaktorenzerlegung – geht’s auch ohne?

Quantum Secure Cryptography – oder zu Deutsch Quantencomputer sichere Kryptographie – ist ein heißes Thema in der Forschung. IOTA basiert auf einer verfeinerten Variante des Lamport-Einmalsignaturverfahren. Genauer gesagt handelt es sich dabei um Winternitz-Signaturen die kürzere Hashes und schnellere Hash-Berechnungen ermöglichen.

NEO setzt auf Gitter-basierte Kryptographie. Die deutsche Quellenlage ist leider sehr dünn. Im Gegensatz dazu findet man englische Literatur an der auch viel Fleisch daran ist wie zB. Lattice based cryptography for Beginners. Kurz gesagt handelt es sich bei Gitter um spezielle algebraische Strukturen. Eine algebraische Struktur, kurz auch Algebra, definiert mit was man wie rechnen kann. So wäre zB. die Menge der natürlichen Zahlen und die Grundrechenarten eine Algebra. Im Gegensatz zu dieser sehr simplen Algebra sind Gitter sehr viel anspruchsvoller betreffend der Rechenoperationen und der möglichen Ergebnisse. Dieser Anspruch, der das ganze auch abstrakter und weniger greifbar macht, hat zur Folge, dass die darauf basierte Kryptographie ohne Primfaktoren auskommt und deshalb sicher gegen Quantencomputer ist.

Bitcoin patchen – Hardfork und gut ist, oder?

Das legt den Schluss nahe, dass es relativ einfach sein sollte, dass man so etwas auch bei Bitcoin einbauen könnte. Immerhin konnte durch einen Hardfork auch relativ einfach geändert werden wie Blöcke erzeugt werden was dazu geführt hat, dass sich Bitcoin Cash Blöcke und Bitcoin Blöcke mittlerweile wesentlich unterscheiden da Informationen über Transaktionen ein- bzw. ausgegliedert sind und deutlich mehr Transaktionen in einem Bitcoin Cash Block sind. Auf Software-Ebene ist es prinzipiell einfach neue Updates ins System einzuspielen, aber …​

Bitcoin verwendet das Unspent Transaction Output Prinzip. Das bedeutet, dass man einen Kryptowährungsbetrag nicht auf bestimmte Accounts schiebt und dann der Besitzer des Accounts diesen Betrag besitzt, sondern dass man nur den Schlüssel für ein bestimmtes Asset besitzt. (Siehe auch Bitcoins Stärken) Als Besitzer des Asset-Schlüssels kann man eine neue Transaktion erstellen in dem der Schlüssel weiter gereicht wird. Damit ist der komplette Fluss eines jedes Bitcoin-Fragments nachvollziehbar bis zu dem Zeitpunkt als der Bitcoin gemined wurde. Auch wenn das vor zig tausend Transaktionen geschehen ist.

Das heißt allerdings, dass man nicht einfach das Schloss austauschen kann um zu verhindern, dass es Quantencomputer knacken – denn dann passen die alten Schlüssel nicht mehr! Man kann die alten Schlüssel auch nicht als Schablone für die neuen Schlüssel hernehmen, da Quantencomputer auf Basis des UTXO-Index in der Lage wären, diese alten Schlüssel nach zu machen. Damit könnten dann die Bösewichte sich auch die neuen Schlüssel erzeugen.

Das heißt, bevor es zum Hardfork und der Umstellung auf einen quantensicheren Algorithmus kommt, muss es eine Phase geben in dem Bitcoin-Besitzer neue Adressen und von den alten Wallets unabhängige Wallets anlegen. Dann könnten sie ihre Assets auf die neuen Adressen verschicken um sicher zu sein. Das hat eine überraschend positive Wendung: Alle „toten“ Bitcoins die auf Adressen liegen für die schon lange niemand mehr die nötigen Schlüssel besitzt, wird der Zeitpunkt kommen an dem jemand sie dank seines Quantencomputer auf ein anderes Konto schieben wird. Vermutlich sein eigens Wallet.

Kurz gesagt: Man kann Blockchains wie Bitcoin Quantensicher machen, es wird aber auch organisatorische Probleme dabei geben. Mittelfristig sollte sich also jeder Krypto-Investor überlegen ob seine Währungen dazu geeignet sind, gegen Quantencomputer abgesichert zu werden. Langfristig ist es unumgänglich auf die umzuschichten, die genau das garantieren können.

Anarchismus oder Liberalismus – wo kommt Bitcoin her?

Roger Ver ist eine bekannte Persönlichkeit in der Kryptoszene. Der Mann war einer der ersten Investoren in Bitcoin, Kryptostartups wie Kraken betreibt die Seite bitcoin.com und er ist die lauteste Stimme der Bitcoin Cash Werbung. Bevor er die Werbetrommel für Bitcoin Cash (BCC oder BCH) rührte, tat er das für Bitcoin. Das machte er so vehement, dass er als „Bitcoin Jesus“ bekannt wurde. Das führte auch dazu, dass er in Bitcoin Kreisen nach dem BCash-Fork als „Bitcoin Judas“ verspottet wurde.

12 BCH statt der Silberlinge

Bitcoin Cash ist das Ergebnis eines Bitcoin Hardforks der im August 2017 statt fand. Im Gegensatz zur SegWit BIP in Bitcoin, lagert Bitcoin Cash die Witness-Daten nicht aus sondern erhöt die Blockgröße auf 8 MB. Das bedeutet im Gegensatz zu Bitcoin mit Segwit ca. eine Verdoppelung der Menge an Transaktionen pro Block.

Der Verrat, den einige Leute im Fork sahen, lag darin, dass eine einmalige Blockgrößenänderung nichts am zugrunde liegenden Problem änderte und er dennoch diesen Fork durchpeitschte. Es verschiebt nur die Zeit bis das Problem das nächste mal auftritt und bläst die Blockchain weiter auf.

Ich persönlich bin auf Ver nicht durch Bitcoin gestoßen, da mich die Werbetrommel rund um Bitcoin Cash nicht interessiert, sondern durch einen Rubin-Podcast.

Abseits der Hard-Fork-Geschichte, ist Ver aus zwei Gründen für mich interessant:

  1. Er ist erfolgreicher Unternehmer, Häftling und wieder erfolgreicher Unternehmer gewesen bevor er Bitcoin gekauft hat.
  2. Seine philosophische Grundlage ist Anarcho-Kapitalismus.

Er bezieht seine libertäre Position vom Buch Die Gemeinwirtschaft: Untersuchungen über den Sozialismus von Ludwig von Mises. Günstiger ist es entweder online vom Mises-Institut als Scan der zweiten Auflage als PDF oder in Englisch als Socialism: an Economic and Sociological Analysis verfügbar. Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber nach dem ich bei der Recherche über den Zeit-Artikel Der gefährlich Staat gestolpert bin, werde ich mir eine günstige Ausgabe sichern. Im Artikel wird Mises-Kritik auf folgende Punkte zusammen gefasst:

  • Inflation im Geldsystem hat negative Auswirkungen auf die Warenwirtschaft
  • Staatlicher Eingriff – jeglicher Art – in die Wirtschaft ist negativ auf die Entwicklung der Gesellschaft.

Mich hat das frapierend an die libertären Anarcho-Kapitalisten bzw. Anarchismus generell erinnert.

Anarchisten – Das sind die Bombenwerfer, oder?

Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie sich aus freiem Antriebe verhalten würden.

— Ludwig von Mises

Als Jugendlicher ging ich gerne auf Punk-Konzerten und trank auch das eine oder andere Bier mit meinen Punk-Freunden. In der Punkszene kennt jeder das Anarchismus-Symbol mit dem A im Kreis. Leider sieht man es auch immer mal wieder auf Häuserwände geschmiert.

Als ich gerade anfing aus dieser Jugendszene heraus zu altern, begann ich mich mit den philosophischen Grundlagen zu beschäftigen. Unbefriedigt vom Informationsangebot auf anarchismus.at und anarchismus.de und mit mehr offenen als beantworteten Fragen, stürzte ich mich auf das Buch Anarchie! von Horst Stowasser. In diesem Buch arbeitet er die Idee hinter den verschiedenen anarchistischen und libertären Strömungen auf und versucht diese mit historischen Beispielen in Zusammenhang zu bringen.

Die Grundlage hinter einer anarchistischen Gesellschaft ist die Loslösung von zentralisierter Herrschaft. Es soll keinen Staat mehr geben, der im schlimmsten Fall mit Gewalt die Einhaltung von Gesetzen erzwingt. Ob es dabei um Verkehrsregeln, Zwangsverpflichtung zum Wehrdienst oder Steuern geht spielt keine Rolle.

Alles soll dezentral organisiert werden. Anstatt Autorität soll Kompetenz und die Gemeinschaft, aber nicht unbedingt basisdemokratisch, entscheiden. Die Grundidee ist, dass ein Mensch frei von Zwängen durch Dritte sein soll. Dieser Fokus auf die sg. negative Freiheit („Freiheit von„), ist in der Philosophie als Libertarismus bekannt.

Kryptoanarchismus – Selbstbestimmung durch Privatheit

Das digitale Gegenstück zu den Punks mit denen ich Bier trank, nennt sich Cypherpunks. Cypherpunk ist ein Kunstwort das sich aus Cipher für Verschlüsselung und Punk zusammensetzt. Beide Punk-Spielarten haben die Ablehnung gegen den Staat gemeinsam. Wobei ich den Cypherpunks überproportional mehr Reflektion und Intellekt unterstelle.

In den späten 80ern wurde das Kryptoanarchistenmanifesto geschrieben. Das Dokument dreht sich um die technischen Möglichkeiten libertäre Ideale gegen staatliche Kontrolle abzusichern. Durch Verschlüsselung und Anonymisierung soll es möglich werden, frei von staatlicher Kontrolle, Informationen und Waren auszutauschen um so zu einer neuen Gesellschaftsordnung zu kommen.

Das Darknet, das auf TOR und damit ironischerweise auf einer Erfindung von staatlichen Organisationen beruht, ist eine Manifestation dieser Ideale. Völlig losgelöst von staatlicher Kontrolle wird dort so ziemlich alles gehandelt und getauscht, mit dem gesetzestreue Bürger aber auch Kriminelle, handeln bzw. tauschen wollen.

Das gilt auch für den Austausch von Informationen. Egal wie man zu den Geschichten rund um Julian Assange, Edward Snowden, Bradley Manning oder generell WikiLeaks steht, Fakt ist, dass einige Dinge aufgedeckt wurden die sowohl völkerrechtlich wie auch nach nationalem Recht illegal waren und Kompetenzübertretungen von grotesk großem Ausmaß waren. Ist es defakto sowohl schlüssig die Protagonisten als Staatsverräter sowie als Akteure der Regulierung der Übertretungen zu sehen.

Anarcho-Kapitalismus – wer handelt, hat recht

Anarcho-Kapitalismus ist die Idee, dass eine Gesellschaft in einem freien Markt ohne jegliche staatliche Regelungen auskommt. Die einzige Grundregel die jeder implizit akzeptieren muss ist, dass die Freiheit eines anderen Menschen unantastbar ist. Dementsprechend darf nichts mit Gewalt erzwungen werden. Die Autorin Ayn Rand hat mit ihrem Buch Atlas Shrugged dem ungezügelten Kapitalismus einen 1200 Seiten starken Liebensbreif geschrieben. Sie wuchs in Russland auf und erlebte hautnah mit, wie Kommunismus ihrer Familie sämtlichen Eigentum kostete und sie ins Ausland zwang.

Das Buch dreht sich darum, dass bösartige, bis auf’s Mark von nihilistischem Zerstörungswut zerfressene Bürokraten, mit ihren „sozialen“ Gesetzen die Nation in den Abgrund stoßen. Zum Glück können die sich vom Staat absetzenden Kapitalisten, die Protagonisten des Romans, das Ruder herum reißen und die Nation und damit auch die Seelen der Bürger retten. Insgesamt sind die Protagonisten kapitalistische Übermenschen die mit ihrem Willen und ihrer Schaffenskraft für Ordnung und Wohlstand in der Gesellschaft sorgen. Nicht zu Unrecht wurde deshalb in der Vorlesung „Maps of Meaning“ (Siebente Folge mit Gregg Hurwitz) von Jordan Peterson Atlas Shrugged als Propagandawerk betitelt. Als Österreicher bin ich einen Sozialstaat gewohnt der halbwegs brauchbar funktioniert. Rand hat mit ihrem Buch Artikulationen für Verhältnisse gefunden, die es mir jetzt erlauben, bestimmte negative Wahrnehmungen meines Staats und dessen Politik endlich auch bennen zu können. Eine differentierte Kritik des Buches von mir, habe ich hier auf meinem Tumblelog auf Soup.io gepostet. Insgesamt kann ich jedem nur empfehlen Rands Magnus Opus „Atlas Shrugged“ zu lesen.

…​ langweilig! Was hat das mit Bitcoin zu tun?

Bitcoin ist eine Währung wie sie sich Mises gewünscht hätte:

  • Ohne staatlich Kontrolle
  • Dezentral und resilient gegen staatliche Kontrolle
  • Es gibt eine Obergrenze an Tokens was sie schlussendlich deflationär macht. (Auch wenn sie aktuell noch inflationär ist.)

Friedrich von Hayek würde dem vermutlich zustimmen. In seinem wortreichen Werken rund um das Thema, die als gesammeltes Werk erhältlich sind, forderte er einen Wettbewerb solcher Währungen. Der Staat hätte in diesen Dingen nichts verloren. Hayek war auch der Meinung, dass ein Markt dazu in der Lage ist Ideen im Wettstreit der Konkurrenten entstehen zu lassen. Er ist daher ein Mittel zur Wertschöpfung. Ohne den Markt, so Hayek, wäre es nicht möglich bestimmte Ansätze und Lösungen auszuarbeiten. In diesem Sinne ist die Kryptoszene gut aufgestellt, da viele Hundert Währungen um Aufmerksamkeit und Geld wetteifern.

Roger Ver halte ich für einen falschen Propheten. Jemandem den ich als rechtmäßigen und ehrlichen Evangelisten von Bitcoin sehe ist Andreas Antonopoulos. Er hat in einem Vortrag „Worse than useless“ während der Baltic Honeybadger 2017 Konferenz ein hervorragendes Plädoyer für privatisierte Währungen gehalten. Sein Teil beginnt bei ca. 1h 44m.

Damit passt Bitcoin in ein libertäres System wie das letzte Randstück des 1000 Stück Puzzles mit all seinen Facetten, sei es absolute Freiheit von Banken oder unreguliertem Treiben inklusive Insider-Trading. Ob einem das Bild genauso gut gefällt wie dem BCash-Guy Ver muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden.

Frohe Weihnachten!

Heute ist der 24. Dezember und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Mit großer Zuversicht schaue ich in’s Jahr 2018 und sehr zufrieden schaue ich auf die Entwicklungen in 2017 zurück. Die Begeisterung und Freude an Kryptowährungen werde ich auch in’s nächste Jahr tragen und meine Aktivitäten rund um’s Thema noch intensivieren. Trotz der besinnlichen Tage, möchte ich die Gegelenheit nutzen und eine kleine Verlosung vorankündigen.

In den nächsten paar Tagen werde ich ein kleines Gewinnspiel veröffentlichen bei dem es drei Preise zu gewinnen gibt:

  1. Eine Bitcoin-Münze inkl. Paper-Wallet mit 2018 Satoshi
  2. Eine Bitcoin-Münze inkl. Paper-Wallet mit 18 Satoshi
  3. Eine Bitcoin-Münze

Der Versand wird natürlich kostenlos für den Gewinner sein. Die Bedingungen werden in den näcshten Tagen noch veröffentlicht.

Ich hoffe Sie waren alle brav und bekommen Kryptos vom Christkind! (oder so erfolgreich, dass es auf die Geschenke des Christkinds nicht ankommt)

Frohe Weihnachten!

Electrum und Paper-Wallets – Bitcoin, Litecoin oder Bitcoin Cash geschenkt

Paper-Wallets sind eine gute Möglichkeit Kryptowährungen aufzubewahren ohne sich um etwaige Hardwarefehler oder Lagerbedingungen Gedanken zu machen. Dieses Weihnachten, habe ich allen Kindern in der Familie für ein paar Euro Litecoin gekauft. Da die Eltern allesamt weder Informatiker noch Kryptointeressierte sind, ist es wichtig, dass sich das Geschenk so gut wie möglich selbst erklärt und auch leicht in ein sg. Hot-Wallet umzuwandeln, damit sie auf die Assets zugreifen können.

Paper-Wallets selbst gemacht

Ich habe dafür Electrum lieben gelernt. Electrum ist ein Stück Open-Source-Software um Wallets anzulegen. Es ist die Basis für Bitcoin Core (BTC), Bitcoin Cash (BCH) und Litecoin (LTC). Achtung! Je nach dem für was man sein Wallet anlegen möchte, muss man eine andere Software herunter laden:

Egal welche Variante man verwendet, die Erstellung eines Wallets besteht aus mehreren Schritten während der zwei Dinge erstellt werden:

  • Ein Seed
  • Ein Passwort

Der Seed wird dazu verwendet um den kryptographischen Schlüssel für das eigene Wallet zu erzeugen. Technisch gesehen, wird der Schlüssel durch einen Pseudozufallszahlalgorithmus erzeugt. Da es kein echter Zufallszahlenalgorithmus ist, kann der Seed dazu verwendet werden um den Algorithmus zu initialisieren. Damit wird sicher gestellt, dass jedes Mal das selbe Ergebnis erzeugt wird. Der Seed besteht aus 12 Wörtern. Ich finde, dass ist leichter zu vermitteln als eine alphanumerische Zeichenfolge für den Privatekey und noch eine für den Public Key.

Da der Seed und das Passwort genügen, kann man damit sehr schön nötige Zugangsdaten ausdrucken und bei Bedarf in ein Hot-Wallet am PC umwandeln.

Paper-Wallet mit Electrum – Eine Anleitung

Falls Sie Electrum bereits verwenden, müssen Sie sich in Ihr Wallet einloggen und dann ein neues Wallet (new/restore wallet Option) erstellen.

Im ersten Schritt muss nur ein Name eingegeben werden. Defakto ist der Name egal. Er wird nur verwendet um das File lokal auf Ihrem Computer zu erstellen.

Die einfachste Variante ist ein Standard-Wallet. Das habe ich verschenkt.

In diesem Schritt wählt man Create A new Seed aus. Würde man das Wallet wieder herstellen wollen, würde man hier die Option „I already have a seed“ auswählen. Und dann einfach den Seed eingeben.

Da einige Exchanges nach wie vor Probleme haben mit Segwit-Adressen, habe ich Standard-Adressen verwendet.

Den Seed muss man sich notieren. Der QR-Code in der unteren, rechten Ecke kann mit einem Click vergrößert werden um auch diesen zu speichern. Das ist allerdings nicht nötig.

In diesem Schritt muss der Seed noch einmal eingegeben werden.

Nach dem man das Passwort eingegeben hat, ist man auch fertig. Man wird dann in das Wallet eingelogged. Im Receive-Tab, kann dann eine Adresse des Wallets gelesen werden.

Bevor man etwas darauf überweist, sollte man aber ausprobieren, ob man das Wallet mit dem notierten Passwort und Seed wieder herstellen kann.

Wenn das funktioniert hat, kann man dann auf das Wallet BTC, LTC bzw. BCH überweisen. Dazu wechselt man zum Receive-Tab (bzw. Empfangen-Tab) und kann die Adresse sehen.

Wie im Screenshot zu sehen ist, habe ich das Wallet wieder hergestellt und nicht den ursprünglichen Namen verwendet sondern einfach nur wallet_1.

Wallet vorbefüllen

Disclaimer: Der mit APL gekennzeichnete Affiliate Partnerlink, führt Sie zur LiteBit.Eu-Seite. Wenn Sie sich über diesen Link registrieren und eine Bestellung mit min. 100€ Volumen aufgeben, bekomme ich 0.5% Provision als Werber.

Es gibt zwei Exchanges die ich empfehlen kann um direkt auf ein Wallet zu überweisen. Das eine ist BtcDirect und das andere ist LiteBit.eu(APL). Ich verwende beide Exchanges und beide haben hin und wieder ihre Probleme. BtcDirect verlangt zB. aktuell, dass min. 500€ ausgegeben werden wenn Sie Bitcoin kaufen wollen. LiteBit.eu setzt hin und wieder den Handel aus, wenn der Ansturm zu groß wird.

Vorlage für ein Paper-Wallet

Ein Blatt Papier ist schnell weg geworfen. Normalerweise schreit es nicht: „Halt! Ich bin vielleicht viel Geld wert!“ Falls Sie also ein Paper-Wallet verschenken, sollte genau das darauf stehen. Ich habe auf den Paper-Wallets die ich vorbereitet habe, habe ich genau das darauf geschrieben. Ich habe auch dazu geschrieben, wieviel das Geschenk aktuell wert wäre, wenn ich um den Euro-Betrag bereits vor vier Jahren die Währung gekauft hätte.

So wären zB. 100€ Litecoin die in 2014 gefauft wurden, bei der Erstellung der Paper-Wallets über 13.000€ wert. Das muss natürlich auf das Template. Zusätzlich noch eine kurze Erklärung und natürlich die Seed und Passwort.

Eine sehr simple Version könnte so aussehen, wie dieses Word-Dokument: Paper-Wallet Vorlage

 

 

Bitcoin Futures – Shorten die Börse Bitcoin zu Tode?

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Bitcoin Futures werden ab heute – also dem 10.12.2017 – ausgegeben. Futures sind ein Werkzeug der Finanzindustrie um mit schwankenden Kursen Profit zu machen. Daher geht das Schreckgespenst der Bitcoin-Kursmanipulations mittels Futures um. Der folgende Artikel erklärt was Futures sind, warum die Angst der Manipulation nicht unbegründet ist und warum es dem Bitcoin auch zu weiteren Kurssteigerungen verhelfen könnte.

Futures – Was ist ein Terminkontrakt?

Die Wiener Börse definiert Futures ganz einfach. Ein Future, oder zu Deutsch Terminkontrakt, ist eine bindende Abmachung zwischen einem Käufer und einem Verkäufer etwas zu kaufen bzw. verkaufen. Dabei liegt der Liefertermin in der Zukunft und der Preis wird bereits zu Vertragsabschluss fest gesetzt.

Ursprünglich handelt es sich bei dieser Art der Geschäfte um eine Form von Versicherung. Derjenige, der kauft spekuliert auf einen Kursgewinn zum Lieferzeitpunkt. Derjenige der zu einem Fixpreis verkauft, möchte sich gegen etwaige Kursstürze absichern. Das ist insbesondere für die Landwirtschaft interessant, da es hier zu massiven Schwankungen im Kurs abhängig vom Wetter kommen kann. Fällt der Preis, macht der Verkäufer ein gutes Geschäft. Steigt der Preis hingegen, macht der Käufer ein gutes Geschäft.

Da der Käufer auf einen bestimmten, zukünftigen Preis spekuliert, spricht man auch häufig von „Wetten“. Im Börsendeutsch nennt sich die Position des Käufers „Long Position“ und die des Verkäufers „Short Position“.

Kursmanipulation durch Futures?

Ich bin im Jahr 2017 in den Kryptomarkt eingestiegen. Und eine Lektion die ich sehr schnell gelernt habe war, dass weder technisches noch kaufmännisches Verständnis eine Grundvorraussetzung für finanziellen Erfolg sind. Ich persönlich fokussiere mich auf die Technologie und bin immer wieder überrascht mit welchen leeren Phrasen bestimmte Währungen gehyped werden sollen.

Sei es ein angeblich unendlich skalierbares System, ein „tolles Team“ oder die angebliche Beratertätigkeit von Vitalik Buterin. Es geht immer Richtung Mond – manchmal sehe ich sogar Leute, die auf Dogecoin setzen – wobei Dogecoin eine Spaßwährung ist, an der seit zwei Jahren nicht mehr gearbeitet wird.

Kurz gesagt: Psychologie spielt eine sehr große Rolle wenn es um die Preisfindung von Währungen geht, die keinen inhärenten Wert haben. Das einzige, das Bitcoin Wert verleit, ist, dass es Menschen gibt die dafür bereit sind Euro bzw. Dollar zu zahlen. Wenn nun jemand den Bitcoin shortet und viele Millionen Euro darauf setzt, dass der Kurs fällt, kann das Leute verunsichern. Wenn ein Multimilliarden-Dollar-Fond darauf setzt, dass der Bitcoin fällt, sollte sich jeder vernünftige Mensch fragen: Was wissen die, das ich nicht weiß?

Diese Unsicherheit kann eine Kettenreaktion auslösen und dazu führen, dass der Preis fällt. Kursmanipulationen sind auch bei Bitcoin nichts Neues (siehe zB. Spoofy), doch die Größe der Akteure am Markt verändert sich durch die leichtere Zugänglichkeit mittels Futures. Nur zur Erinnerung, während ich diese Zeilen tippe, hat Bitcoin eine Marktkapitalisierung von ca. 234 Milliarden Dollar. Ein einzelnder, großer Hedgefund hat lt. Business-Insider zwischen 1 Milliarde und 5 Milliarden USD unter Kontrolle. Solche Funds könnten mit weit mehr als 2 Millionen USD das Spielfeld betreten und daher auch größeren Schaden anrichten als zB. oben genanntes Spoofy.

Die Gefahr durch Short-Positionen ist nicht von der Hand zu weisen.

Futures als Versicherung

Wer hat ein Interesse daran Bitcoin zu shorten? Kurz gesagt: Miner.

Zuerst klingt das absurd. Miner sollen ein Interesse daran haben, ihre Bitcoin zu einem Fixpreis abzustoßen der heute fest gesetzt wird und übermorgen schlagend wird? Haben die denn nicht die Charts der letzten Monate gesehen?


Mastering Bitcoin – Antonopoulos erklärt Bitcoin auf technischer Ebene ausgezeichnet(APL)

Andreas M. Antonopoulos, ist eine Persönlichkeit in der Kryptoszene dem man sehr gut zuhören sollte. Er versteht die Währungen nicht nur auf der technischen Ebene ausgezeichnet, sondern sieht auch das große Ganze. In einem Vortrag, hat er sich sehr positiv über Bitcoin-Futures geäußert:


Antonopoulos Vorträge in einem Buch zusammen gefasst. Lesenswert!(APL)

Die Grundidee ist, dass die massiven Kursschwankungen dazu führen können, dass zu dem Tag an dem der Miner seine Stromrechnung bezahlen muss, gerade eine Talsohle bzgl. Bitcoin-Kurs durchquert werden muss. Kurz gesagt: Der Cashflow ist damit nicht gegeben. Der Miner könnte entweder seine Bitcoin viel zu günstig verkaufen oder er müsste wo anders Schulden machen um seine Rechnungen zu bezahlen.

Die Lösung dafür ist, dass er zu Beginn des Monats einen Future abschließt. Dabei verkauft er zB. 10% der Bitcoin die gemined werden zu einem Festpreis mit dem er die laufenden Kosten zahlen kann. Läuft alles gut, macht er großen Profit mit den restlichen 90% seiner Bitcoin. Stürzt der Kurs ab, kann er mit den 10% seine Rechnungen bedienen und auf bessere Kursentwicklung warten.

Wo Licht, da auch Schatten

Antonopoulos hat am Ende seiner Ausführung ein etwas lächerlich-künstliches Lachen aufgesetzt und gemeint, Futures würden vor allem Volumen in den Bitcoin pumpen. Aber braucht das der Bitcoin denn? Ja, das braucht er!

Wie ich im Artikel über Marktkapitalisierung geschrieben habe, ist der Bitcoin aktuell noch eine inflationäre Währung. Es werden jeden Tag 1.800 Bitcoin erzeugt. Das bedeutet, dass beim aktuellen Bitcoinpreis von ca. 12.000€, etwa 2.2 Millionen Euro jeden Tag zusätzlich in den Markt gepumpt werden müssen nur um den Preis zu halten.

Wenn nun durch Terminkontrakte zusätzliches Kapital ins Spiel fließen, kann das langfristig eine positive Entwicklung für die gesamte Infrastruktur rund um Bitcoin bedeuten. Kurfristig könnte dennoch ein Rutsch nach unten ansetzen.

Also, keep cool and hodl it*

*das ist keine Finanzberatung oder Anleitung zur Vermögensverwaltung

Se­ri­o­si­tät von Unternehmen bewerten oder warum ich nicht in Optioment investiert habe

In der Kryptoszene gibt es mittlerweil einige Unternehmen die mit hohen Renditen werben, die noch vor zwei Monaten völlig irrsinnig und übertrieben hoch schienen. Die letzten Wochen haben diesen Anbietern allerdings einen Hauch von Glaubwürdigkeit verliehen, da sich der Wert des Bitcoin beinahe verfünffacht hat. Wer ist ein Betrüger und wer schüttet Gold bzw. Bitcoin über meinem Haupt aus? Kurz gesagt: ich weiß es nicht. Der folgende Artikel gibt einen kleinen Abriss darüber wie ich mich entscheide und warum ich mich gegen ein Investment bei Optioment entschieden habe.

Ehrlich wie die Baubranche

Ein Schnäppchen zu ergattern ist eine große Freude, jedenfalls für mich. Das scheint auch viele andere zu gelten, da insbesondere Branchen wie die Baubranche viele Unternehmer anlocken, die versuchen genau das auszunutzen. Dabei wird mit vielen dreckigen Tricks gearbeitet. Deshalb hat die Wirtschaftskammer bzw. deren Innung Bau, eine Checkliste für die Auswahl von Baufirmen herausgebracht. Diese Checkliste soll den Kunden ein paar leichte Werkzeuge an die Hand geben, um schnell zu prüfen ob das Unternehmen seriös auftritt oder nicht.

Finanzdienstleister haben ein ähnliches Image-Problem. Man muss nicht weit zurückgehen um auf etwaige Nepps bzgl. Lebensversicherungen oder Telekommunikationsfirmenaktien zu stoßen. Die Finanzprodukte die vertreten werden sind häufig renditenschwach aber wiegen schwer wenn es um die Kosten geht. Zumindestens bin ich zu diesem Schluss gekommen als ich vor zwei Jahren mal tiefer in die Materie vorgestoßen bin. (Dabei ist auch ein simples Simulationsprogamm entstanden. Gratis und als OpenSource verfügbar.)

Die WKO Checkliste nehme ich her, um meinen initialen Check von Optioment zu erweitern und zu erklären warum ich nicht investiert habe.

Optioment – Was ist das?

Optioment ist ein Krypto-Investmentunternehmen mit Sitz in Costa Rica. Jedenfalls nach Eigenauskunft auf der Website. Das Unternehmen selbst lockt mit unglaublich attraktiven Sparplänen. Der renditenschwächste Plan sieht vor bei einem Minimalinvest von 0,15 BTC auf 26 Wochen, pro Woche 1,5% Rendite, in der Form von zusätzlichen Bitcoin auszuschütten. Dabei gibt es eine Reinvestquote von minimal 30% und maximal 70%. Das Kapital bleibt ein Jahr gebunden und kann dann angeblich frei behoben werden.

Überschlagsmäßig, ohne den Reinvest zu betrachten, kann man die Rendite mit einer simplen Formel ausrechnen:

Das bedeutet in der Minimalversion wird innerhalb eines halben Jahres von 0.15 BTC auf ca. 0.221 anwachsen. Das entspricht einem BTC-Zuwachs von 67,9%! In der Rendite sind die Kursgewinne vom Bitcoin noch gar nicht eingerechnet, was das ganze noch einmal attraktiver macht. Denn damit schlägt man auf jeden Fall Hodler. Denn die Bitcoin werden ja mehr!

Zu gut um wahr zu sein? Vielleicht. Hätte mir vor 9 Jahren gesagt, dass ich doch bitte Hundert Euro in BTC stecken soll um nur nach 10 Jahren ohne jegliches Risiko als Multimillionär vom Feld zu gehen, hätte ich ihn auch ausgelacht. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich es wohl tun sollen …​

Konservativ oder All-In?

Who-Is Eintrag von Optioment. Auf mich wirkt das abschreckend.

Zu dem Zeitpunkt in dem ich diese Zeilen tippe, entsprechen 0.15 BTC grob aufgerundet ca. 1400€. Ist jetzt nicht wenig Geld, allerdings auch keine Summe die mich in’s Armenhaus bringt. Ich habe dennoch nicht in Optioment investiert aus den folgenden Gründen:

  • Kein Impressum auf der Website
  • Firmenstandort nur so nebenbei im Fließtext erwähnt
  • Keine Angaben zu einem etwaigen Firmenregister, Gründer etc. auffindbar
  • Gerichtsstand unklar
  • Im Domain-Register findet man nur eine Firma die auf Anonymisierung spezialisiert ist
  • Die meisten, sehr schlecht aufbereiteten Infos im Netz zu der Firma werden von unseriösen Bloggern publiziert. Diese Blogger verdienen mit jeder Registrierung über ihre Seite Geld, weisen häufig nicht oder nur versteckt auf diese Partnerschaft hin und verwenden immer ominöse „Partner“ als Informationsquelle. Zusätzlich verschleiern sie selbst ihre Identität, was zB. nach Österreichischem Recht illegal ist.

Für letzteres kann Optioment natürlich nichts. Für die anderen Punkte sind sie jedoch selbst verantwortlich. Der Fairness bleibt es geschuldet, dass mir auf Facebook einige Optioment-Kunden zugesichert haben, dass es dennoch mit rechten Dingen zuginge. Diese waren allerdings weniger als ein Jahr Kunde – und damit noch nicht an dem Punkt an dem die volle Einlage zurück überwiesen wird – weshalb mich persönlich das nicht überzeugen konnte.

Meine persönliche Checkliste für Unternehmen

Im Falle von Optioment bin ich folgende Liste durchgegangen:

Check Durchführung Erfüllt Optioment die Anforderung?

Impressum

Auf der Website suche ich nach einem Impressum. Auf Englisch sprachigen Seiten versteckt sich das auch häufig hinter „Contact“. Dort muss klar definiert sein wo das Unternehmen seinen Sitz hat, welche Rechtsform es besitzt und unter welcher Adresse es erreichbar ist.

Nein

Domain-Informationen

Eine jede Domain bzw. Website-Adresse wird registriert. Diese Registerinformationen sind öffentlich über den Who-Is-Service einsehbar. (zB. auch mit dieser Website who.is). Die Informationen dort sollten mit denen im Impressum übereinstimmen.

Nein. Die Informationen zeigen auf einen Anonymisierungsdienst

Firmenregister

Das hängt vom Firmensitz ab. Siehe auch Checkliste von der WKO

Nein. Einzige Adresse die ich auf Xing gefunden habe, zeigt auf ein Hotel.

Vertrag verständlich

Vor dem Abschluss des Investments muss der Vertrag mit dem Dienstleister konzentriert durchgelesen werden. Bei höheren Summen würde ich noch einen Anwalt dazu nehmen. Dieser Vertrag sollte keine verdächtigen Klauseln beinhalten und das zusichern, das auch das Werbematerial zusichert.

Nein. Bei der Registrierung führt der Terms and Conditions-Link ins Leere.

Referenzen

Entweder gibt es dezidierte Bewertungsportale die auch über Google gefunden werden können oder direkt vom Konsumentenschutz oder in Österreich von der Arbeiterkammer Informationen. Ansonsten helfen nur Erfahrungsberichte von anderen Kunden.

Teilweise. Es gibt zufriedene Kunden. Von den Instituten wie Konsumentenschutz habe ich keine Informationen bekommen.

Angebot realistisch

Was ist schon realistisch? Schwer einzuschätzen. Aber es sollte dennoch nicht nach „Zu gut um wahr zu sein“ klingen. Denn dann ist es das meistens

Nein, es klingt einfach zu gut um wahr zu sein.

Wie gesagt, mir haben auch schon Leute versichert, dass sie zufrieden mit Optioment sind. Vielleicht denke ich in 10 Jahren das gleiche, dass ich jetzt über die 100€ für BTC in 2009 denke. Aber das Bild, welches Optioment vermittelt, gefällt mir einfach nicht.

Update 15.02.2018: Die Zeit hat mir Recht gegeben. Mittlerweile ist klar, dass es sich bei Optioment um Betrug handelt. Siehe diesen Future-Zone Artikel, Presse-Artikel, Standard-Artikel.